Die Entscheidung für den Bau eines Fertighauses oder eines Massivhauses ist nicht nur von der persönlichen Einstellung des Bauherrn abhängig. Früher haben sich viele Banken bei der Finanzierung eines Fertighauses zurückgehalten, da ein Fertighaus nicht mit der Qualität eines Massivhauses gleichgesetzt wurde und für den Fall einer Notverwertung nicht als ausreichende Sicherheit angesehen wurde. Die Hersteller von Fertighäusern haben aber stark aufgerüstet, so dass die Qualität eines Fertighauses kaum mehr hinter der eines massiv gebauten Hauses zurückstehen muss.
Wesentlicher Unterschied zwischen beiden Typen ist die Bauzeit. Wer schnell bauen und einziehen möchte, ist mit einem Fertighaus schneller am Ziel. Die Bauzeit eines Massivhauses ist mit sechs bis zwölf Monaten erheblich länger zu veranschlagen. Fertighäuser haben zudem den Vorteil, dass sie im Detail aus dem Katalog des Herstellers ausgesucht werden können. Die Hersteller bieten Musterhäuser an, in denen sich der künftige Bauherr orientieren kann und alle Bauteile von der Haustür bis zur Steckdose individuell, allerdings gemäß der Angebotspalette des Herstellers bestimmt. Soweit der Bauherr darüber hinausgehend jedoch Sonderwünsche hat, muss er höhere Kosten kalkulieren, da er damit die standardisierte Planung des Fertighausherstellers durcheinander bringt. Auch lassen sich nicht alle individuellen Vorstellungen des Bauherrn umsetzen. Ein Fertighaus wird nach fertigen Modulen erstellt. Örtliche Gegebenheiten wie Sonnenausrichtung, Erschließung und Topographie setzen den Veränderungswünschen Grenzen. Umgekehrt sind dafür aber die Kosten des Fertighauses besser planbar. Die Bauteile und ihre Qualität stehen fest, die Bauzeit und damit der mögliche Einzugstermin sind genau planbar. Die vorgefertigten Module ermöglichen den schnellen Einbau von Heizung, Stromleitungen und Sanitäreinrichtungen.
Die Vorteile eines Massivhauses ergeben sich aus den Nachteilen eines Fertighauses und umgekehrt. Das Massivhaus hat zusätzlich den Vorteil, dass es mangels vorgefertigter Bauteile auch in den Folgejahren baulich leichter veränderbar ist. Die Bauausführung ist individueller möglich. Die Lebensdauer wird höher angesetzt, da Mauerwerk als beständiger angesehen wird, als das bei Fertighäusern verwendete Material. Auch setzen Banken den Beleihungswert noch immer höher an, was wiederum die Finanzierung erleichtert. Durch ein Baufinanzierung Vergleich zwischen den Banken lassen sich etliche Euros sparen womit man wieder überlegen kann das gesparte Geld in ein Massivhaus zu investieren oder die Ausstattung eine Nummer höher wählt.
Bild:© Daniel Bujack – Fotolia.com
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Sehr schöner Artikel. Uns gefällt, dass es für Fertighäuser zahlreiche Musterhäuser gibt. So kann man sich in seine zukünftigen 4 Wände hineindenken und ein wenig am zukünftigen Wohngefühl schnuppern.
Ergänzend finden Sie auf http://www.bautipps.de/tabellen/vorteile-fertigbau eine übersichtliche Aufstellung der Vorteile eines Fertigbaus.
Viele Grüße aus Fellbach